Phraim

Phraim wurde 2016 von der Sängerin Nina Reiter, dem Pianisten Stephan Plecher, dem Bassisten Marc Mezgolits und dem Schlagzeuger Peter Primus Frosch gegründet. Im Februar 2019 veröffentlichten sie ihr erstes Album „/fɹeɪm/“ bei QFTF Records.

„Tides“, zu Deutsch „Gezeiten“ oder „Ebbe und Flut“, ist der Titel des zweiten Albums der Band, die sich einem modernen Jazzsound verpflichtet hat. Das Quartett arbeitet an seiner Musik als Kollektiv, was durch jahrelange Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen möglich wird. Das Ergebnis ist ein kontrastreiches, abwechslungsreiches Programm: Höhen und Tiefen, packende Grooves und atmosphärische Improvisation, selbstbewusstes Interplay oder fragile Zwischenspiele sind kein Widerspruch, wenn der Bandsound so homogen ist. So kann man den Titel vielleicht als Metapher für die Band verstehen: wie bei Ebbe und Flut entstehen verschiedene Wellen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Höhen und Energien, die zusammen einen musikalischen Ozean ergeben, der genauso vielseitig wie tiefgründig ist.

„Tides“ ist kein typisches Album: Es entstand im Rahmen eines Livekonzertes im Studio, dem ein geladenes Publikum beiwohnte. Das Programm wurde einmal durchgespielt – ohne Unterbrechungen, ohne Schnitte. Ob das Endergebnis einen Unterschied hören lässt, muss der/die Zuhörer*in für sich selbst entscheiden, es ist aber nicht zu leugnen, dass die Energie des anwesenden Publikums spürbar ist.

„Tides“ erscheint Ende Mai 2020 und ist sicher ein Release, den man nicht versäumen sollte – es ist eine Weiterentwicklung des Stils, den das Ensemble schon auf ihrem ersten, selbstbetitelten Album erforscht hat und zeugt von einer selbstbewussten, jungen Band, die sich nicht scheut, Kontraste zu erforschen und musikalische Trends zu übergehen.